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Werkstattmaterial

Chem.-Techn.-Produkte 2020/21

Moderne Kleb-, Dicht- und Spezialschmierstoffe bieten für Industrie und Gewerbe ein Anwendungsspektrum,
dessen Bedeutung ständig zunimmt. Diese chemisch-technischen Produkte sind maßgeblich für Langlebigkeit
und Werterhaltung von Maschinen in verschiedenen Industriezweigen verantwortlich. Sie helfen, Arbeitsabläufe
zu optimieren, Gehäuse sicher abzudichten und Gummi, Metalle und Kunststoffe zuverlässig zu verkleben.

Bei uns finden Sie sowohl die bewährten Standardtypen als auch individuell zugeschnittene Problemlösungen.
Da jeder Kleb-, Dicht- und Spezialschmierstoff für spezifische Anwendungen bestimmt ist, empfehlen wir,
sich an unsere kompetenten Fachberater zu wenden, die gemeinsam mit Ihnen eine fachgerechte und
wirtschaftliche Problemlösung finden.




 

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Kleb- und Dichtstoffe

Wartungsprodukte

Reinigungsprodukte

Putztücher / Bindemittel

SCHMIERSTOFFE
Für eine lange Lebensdauer von Maschinen bzw. Maschinenbauteilen ist neben einer regelmäßigen Wartung die richtige Schmierung von großer Bedeutung. Schmierstoffe erhöhen den Wirkungsgrad und die Lebensdauer von Maschinen, indem sie Reibung, Korrosion und somit vorzeitigen Verschleiß vermeiden. Sie sorgen für eine gute Wärmeabfuhr, dämpfen Schwingungen, verhindern das Eindringen von festen und flüssigen Stoffen an Dichtstellen und bewirken damit eine Senkung von Reparatur- und Wartungskosten.

Man unterteilt Schmierstoffe nach ihrem Zustand bei Normaltemperatur (20 ˚C) in die folgenden drei Arten:
•    Schmierfette
•    Schmieröle
•    Festschmierstoffe


SCHMIERFETTE   
Der Vorteil einer Fettschmierung liegt in der hohen Konsistenz der Schmierfette. Sie ermöglichen das Schmieren in allen Einbaulagen, dichten beispielsweise Lagerstellen gegen eindringenden Schmutz ab und verhindern Korrosion durch ihre wasserabweisende Wirkung. Schmierfette bestehen aus Mineral- oder Syntheseölen, Additiven und Verdickern (Metallseifen), z. B. Lithium-, Natrium- oder Calciumseife. Grundöl und Verdicker sind entscheidend für die Eigenschaften des Schmierfetts. Der Verdicker-Anteil und seine chemische Zusammensetzung sind für die gewünschte Konsistenz (NLGI-Klasse) verantwortlich.

Man unterscheidet daher zwischen folgenden Fettarten:
•      Lithium-Fette sind bedingt wasserabweisend und, sofern mit Zusätzen versehen, auch oxidationshemmend
•      Natrium-Fette emulgieren mit Wasser und verhindern Korrosion
•      Calcium-Fette sind besonders wasser-abweisend, walkstabil und zeichnen sich durch günstiges Kälteverhalten aus
•      Aluminium-Komplex-Fette sind wasser-abweisend und für erhöhte Temperatur-verhältnisse und Belastungen geeignet
•      Polyharnstoff-Fette sind wasserabweisend und für hohe Temperaturverhältnisse und Belastungen z. B. bei Wälzlager                 als Langzeit-/Lebensdauerschmierung (Z- oder RS-Lager) geeignet.


SCHMIERÖLE
Eine Ölschmierung ist immer dann zu empfehlen, wenn aufgrund hoher Drehzahlen oder hoher Temperaturen eine Fettschmierung nicht möglich ist. Schmieröle sorgen bei der Entstehung von Reibungs- oder Fremdwärme für die notwendige Wärmeabfuhr, zudem ermöglichen sie durch ihre hohe Viskosität eine gute Schmierstoffverteilung und sorgen dadurch auch für eine Reinhaltung der Schmierstellen. Grundstoffe für Schmieröle sind Mineral- oder Syntheseöle, die für bestimmte Anforderungen mit unterschiedlichen Additiven versetzt werden. Sie unterscheiden sich u. a. in Mischbarkeit, Temperaturverhalten, Schmierfähigkeit und Herstellungskosten.


PASTEN
Schmierpasten bestehen aus einem Grundöl, Additiven und Festschmierstoffen. Der Aufbau von Schmierpasten ist ähnlich dem der Fette. Der wesentliche Unterschied besteht aber im hohen Festschmierstoffanteil. Pasten finden hauptsächlich bei extremen Bedingungen hinsichtlich Temperatur und Belastung sowie Reiboxidation, Verschleiß (Fressen) und Ruckgleiten (stick-slip) ihre Anwendung.

Pasten können in folgende Arten eingeteilt werden
  • Schmier- und Montagepasten
  • Schraubenpasten
  • Hochtemperaturpasten
Je nach Zusammensetzung sind Schmierpasten zusätzlich lebensmittelzugelassen, wasserbeständig und haben gute korrosionsschützende Eigenschaften.


FESTSCHMIERSTOFFE
Öle und Fette können bei zu geringen Gleitgeschwindigkeiten oder z. B. bei sehr niedrigen oder sehr hohen Betriebstem-peraturen keinen Schmierfilm bilden. Als Festschmierstoffe werden feine Pulver aus z. B. Grafit, Molybdändisulfid (MoS2) oder aus PTFE (Teflon®) verwendet. Sie bilden im Schmierspalt einen geschlossenen dünnen Gleit- und Trennfilm und gleichen Unebenheiten der Werkstückoberfläche aus. Bei niedrigen Drehzahlen oder sehr hohen Belastungen dienen Festschmierstoffe zudem als Notschmiermittel für den Fall, Je nach Zusammensetzung sind Schmier-pasten zusätzlich lebensmittelzugelassen, wasserbeständig und haben gute korro-sionsschützende Eigenschaften.


GLEITLACKE
Gleitlacke sind Dispersionen von Festschmierstoffen gelöst in anorganischen oder organischen Bindern. Im Gegensatz zu einem normalen Farb-Lack-System besteht ein Gleitlack zu einem großen Teil aus Festschmierstoffen (Grafit, PTFE, Molybdändisulfid, Kombinationen aus diesen Stoffen), die mit einem Bindemittel (z. B. Harz) einen Verbund eingehen (Gleitlacksystem). Diese Gleitlacke bilden nach dem Aufbringen auf die vorbereiteten Oberflächen und nach dem Aushärten trockene, festhaftende Schmierfilme mit hervorragenden Reibungs- und Verschleißeigenschaften.

 


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